Herzlich Willkommen in der Praxis für Sexualmedizin und Sexualtherapie, Paar-und Familientherapie der Universitäts Frauenklinik Freiburg. In einer persönlichen und individuellen Atmosphäre bieten wir Ihnen eine umfassende diagnostische und therapeutische Hilfe an zu allen Fragen und Problemen mit der Sexualität. In unserer Praxis gibt es keine Tabus, wenn es um Ihre Sexualität geht. Wir sind auch zu allen Fragen rund um das Thema Frauen- und Männergesundheit Ihre kompetenten Ansprechpartner.
Die Diskrepanz zwischen der Häufigkeit von Sexualstörungen einerseits und dem nicht erkannt werden und dem nicht angesprochen werden in der täglichen Praxis ist groß. Die Versorgung von Patientinnen und Patienten mit sexuellen Problemen und sexuellen Störungen ist unzureichend. Dies gilt insbesondere für die Behandlung von sexuellen Funktionsstörungen. Diese gehören zu den häufigsten Gesundheitsproblemen. Sie gehen mit erheblichem Leidensdruck und negativen psychischen, wie körperlichen Folgeerscheinungen für die betreffende Person und die Paare einher. Sexuelle Störungen können auch auftreten als Begleitsymptome häufiger psychischer Störungsbilder, wie Angststörungen oder Depressionen. Darüber hinaus können sie Frühsymptome von psychischen und somatischen Erkrankungen sein. Die Wechselwirkung zwischen sexueller Gesundheit bzw. sexuellen Störungen und Lebensqualität ist empirisch untersucht und bestätigt worden. In Deutschland besteht noch immer ein großer Bedarf an qualifizierten sexualmedizinischen kompetenten Ärztinnen und Ärzten, die in der Lage sind, zumindest eine Grundversorgung im Bereich sexueller Probleme und Störungen zu gewährleisten.
Sexuelle Gesundheit und Lebenszufriedenheit spielen in diesem Zusammenhang mit einer allgemeinen körperlichen und psychischen Gesundheit. Diesen Zusammenhang gilt es zu beachten.
Pubertät, erste Liebe, erste Erfahrungen mit der Sexualität, sicherer Verhütung, Schwangerschaft, Wochenbett, Kindererziehung, Partnerschaftskonflikte, Wechseljahre und Älterwerden sind entscheidende Erfahrungen im Leben einer Frau. Gerade in diesen Lebensphasen ist eine umfassende medizinische, psychologische, emotionale und sexualmedizinische Unterstützung wichtig unter Beachtung des sensiblen Beziehungsgefüges von Körper, Geist, Seele und Umwelt.
Die Frau, als sinnliches und zu sexueller Lust fähiges Wesen wahrzunehmen und zu respektieren, war über viele Jahrhunderte problematisch. Die sexuelle Potenz der Frau löste in einer patriarchalisch geprägten Gesellschaft Ängste aus, was wiederum einer erotisch sexuellen Freiheit der Frau Grenzen setzte. Das- erstaunlicherweise- bereits im viktorianischen Zeitalter erarbeitete detaillierte Wissen über die weibliche Physiologie und Anatomie des„ Wollustorgans“-Klitoris, verschwand aus den Lehrbüchern und gelangte erst seit den 1990er Jahren in das Bewusstsein der Wissenschaftler.